Hitzeprobleme im Sommer

So schützen Sie Ihren Maschinenpark

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So schützen Sie Ihren Maschinenpark vor Hitzeproblemen

Getriebe im Sommerbetrieb

Hohe Umgebungstemperaturen im Sommer sind für industrielle Getriebe eine Bewährungsprobe. Steigende Öltemperaturen, dünner werdende Schmierfilme und beschleunigte Alterungsprozesse führen zu erhöhtem Verschleiß, Leckagen und im schlimmsten Fall zu ungeplanten Stillständen.

Dieser Beitrag zeigt herstellerunabhängig, worauf Instandhalter jetzt achten sollten und welche Maßnahmen die größte Wirkung haben.

Nutzen Sie unseren Getriebe-Sommercheck:

Hier geht es zur Checkliste.


Warum Hitze Getrieben zusetzt

  • Bei hohen Temperaturen sinkt die Viskosität des Getriebeöls: Der Schmierfilm wird dünner, Lager und Verzahnungen sind stärker belastet.
  • Die Oxidation des Öls beschleunigt sich; Additive bauen schneller ab, Ablagerungen nehmen zu.
  • Dichtungen altern schneller, verhärten und beginnen zu schwitzen – kleine Leckagen werden zu echten Problemen.
  • Verstaubte Kühler, blockierte Lüfter und fehlende Verschattung treiben Öl- und Gehäusetemperaturen zusätzlich nach oben.

Ergebnis: Wer im Sommer nicht gegensteuert, riskiert erhöhten Verschleiß und Ausfälle in der Hauptsaison.

Typische Symptome im Sommerbetrieb

  • Öl verfärbt sich dunkel, riecht verbrannt oder schäumt.
  • Steigende Lager- oder Öltemperaturen im Trend; Grenzwerte werden häufiger erreicht.
  • Zunehmender Ölverlust an Wellendichtringen und Gehäusefugen.
  • Deutlich hörbare Laufgeräusche unter Last, vor allem nach längeren Produktionsphasen.

Diese Anzeichen sind fabrikübergreifend zu beobachten – ob SEW, Flender, Nord, Bonfiglioli, Brevini oder Kachelmann: Physik bleibt Physik.

Maßnahmen mit der größten Wirkung

1. Kühlung und Luftführung sicherstellen

  • Lüfter, Kühlrippen und Öl-/Luftkühler reinigen; Luftwege freihalten
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, Aggregate verschatten
  • Abstand zu Wärmequellen (Öfen, Motoren, Hydraulikaggregate) prüfen

2. Schmierung und Ölmanagement anpassen

  • Ölstand korrekt halten; Nachfüllmengen dokumentieren
  • Ölwechselintervalle bei sommerlicher Dauerlast überprüfen und ggf. vorziehen
  • Für hohe Betriebstemperaturen freigegebene Öle einsetzen

3. Zustandsüberwachung schärfen

  • Temperaturgrenzwerte im Leitsystem enger setzen
  • Sensorik prüfen: Temperaturfühler, Thermoschalter, Signalwege verifizieren
  • Trends beobachten statt nur Einzelwerte – ansteigende Mittelwerte sind Warnsignale

4. Dichtungen und Entlüftung prüfen

  • Wellendichtringe und Gehäusedichtungen auf Schwitzen/Leckage checken.
  • Entlüfter frei halten; verstopfte Belüftung erhöht Innendruck und Leckage-Risiko.

5. Ersatzteilvorsorge

  • Kritische Teile wie Dichtungen, Ölfilter, Lüftermotoren und Sensoren rechtzeitig disponieren.
  • Typenschilder und Stücklisten dokumentieren, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können.

Praxistipps ohne Umbau

  • Lastspitzen in kühlere Tageszeiten verlagern (früher Morgen/später Abend).
  • Nach längeren Stillständen kurz im Teillastbetrieb fahren, damit sich das Öl homogen verteilt.
  • Bei Außenaufstellung einfache Verschattungen nutzen; oft genügt schon eine klug platzierte Abdeckung.

 

Herstellerunabhängiger Service: Ein Ansprechpartner für alle Getriebe

Kachelmann Getriebe betreut Anlagen aller Fabrikate – von der Vor-Ort-Inspektion über die Instandsetzung in der eigenen Werkstatt bis zur Ersatzteilbeschaffung und technischen Neuauslegung. Das reduziert Komplexität und beschleunigt die Fehlerbehebung: ein Team, eine Hotline, kurze Wege.

  • Vor-Ort-Inspektion mit klarem Zustandsbild
  • Instandsetzung in der Werkstatt mit transparentem Angebot
  • Ersatzteilservice auch für Fremdgetriebe
  • Engineering/Neuauslegung, wenn Aggregate am thermischen Limit laufen

 

Technische Rückfrage zu einem laufenden Getriebe?

Direkter Kontakt zum Serviceteam: 09543-8455 11 | getriebe@kachelmann.de

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FAQ: Schnelle Antworten für Instandhalter

Wie verhindere ich Überhitzung bei Industriegetrieben im Sommer?
Um Überhitzung bei Industriegetrieben im Sommer zu verhindern, sollten die Kühlrippen, beziehungsweise der Lüfter regelmäßig gereinigt werden. Außerdem sollte der Ölstand auf einem korrekten Niveau gehalten werden, die Ölwechselintervalle an die Sommerlast angepasst und die Sensorik regelmäßig geprüft werden. Zudem sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.

Woran erkenne ich thermische Überlastung am Getriebe?
Thermische Überlastung am Getriebe lässt sich durch steigende Öl- und Lagertemperaturen erkennen. Anzeichen können außerdem dunkles oder geruchlich auffälliges Öl sein, Leckagen an Dichtungen oder zunehmende Laufgeräusche.

Welche Maßnahmen haben den größten Effekt ohne Umbau?
Gegen Überhitzung können Sie ohne Umbau folgende Maßnahmen direkt ergreifen, um einem Getriebeausfall entgegenzuwirken: Zunächst empfehlen wir eine Reinigung des Kühlsystems, damit dieses wieder korrekt läuft. Ebenfalls sind einfache, aber effektive Schritte, die Anlage zu verschatten, die Lastspitzen aus den sehr warmen Mittagsstunden zu verlagern und die Grenzwerte in der Kontrolle enger zu setzen. Zudem sollte immer darauf geachtet werden, dass der Entlüfter freigehalten wird.

Sind Maßnahmen gegen Überhitzung herstellerunabhängig?
Ja. Unsere Empfehlungen als Maßnahmen gegen Überhitzung Ihres Maschinenparks betreffen die thermischen Effekte aller Fabrikate. Die Empfehlungen sind also universell und bei allen Herstellern anwendbar.

 

Autor
Andrea v. Wartenberg, Technischer Service – Kachelmann Getriebe
Schwerpunkt: Instandsetzung und Optimierung von Industriegetrieben aller Fabrikate im Dauerbetrieb.

Kontakt: 09543-8455 11 | getriebe@kachelmann.de

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