Größenbestimmung der Anlauf- und Sicherheitskupplung

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Größenbestimmung der Anlauf- und Sicherheitskupplung 2017-03-20T19:03:17+00:00

Die Auswahl der für den jeweiligen Zweck bestgeeigneten METALLUK Anlauf- und Sicherheitskupplung setzt Erfahrungen voraus. Unsere Mitarbeiter beschäftigen sich gezielt mit diesem wichtigen Zweig der Antriebstechnik. Die nachfolgenden Ausführungen sollen Interessierten Antriebstechnikern eine überschlägige Ermittlung der erforderlichen METALLUK—Kupplung ermöglichen.

Die beiden Auslegungsgrundsätze lauten:

Das Anlaufmoment einer Anlaufkupplung muß stets größer sein als das maximale Gegenmoment der Arbeitsmaschine während der Anlaufzeit.

Die Wärmeaufnahmefähigkeit einer Kupplung muß größer sein als die durch Rutschvorgänge entstehende Rebwärme.

Es genügt also für viele Antriebe nicht, die Kupplungsgröße nur nach der Motornennleistung und Drehzahl zu bestimmen, sondern es müssen höhere widerstrebende Momente oder große zu beschleunigende Massen der Arbeitsmaschine und die Einschalthäufigkeit berücksichtigt werden.

Für die Größenauswahl der METALLUK—Kupplung können somit folgende Angaben zusammengefaßt werden:

  • Motornennleistung
  • Motornenndrehzahl
  • Arbeitsmaschine (Betriebsfaktor)
  • Lastmoment der Arbeitsmaschine
  • Schwungmoment (Massenträgheitsmoment) der Arbeitsmaschine
  • Schalthäufigkeit je Zeiteinheit.

Da in der Praxis häufig diese Daten nicht alle zur Verfügung stehen, ergeben sich folgende Auslegungsmethoden für die METALLUK-Kupplung:

A) Es sind nur Motornennleistung und Drehzahl bekannt.

Um evtl. höhere Lastmomente der nicht bekannten Arbeitsmaschine zu erfassen, wird die Motornennleistung mit dem Betriebsfaktor 1,3 (angenommener
Mittelwert) multipliziert. Mit dieser Anfahrleistung ergibt sich dann die Kupplungsgröße aus einer Tabelle.

B) Es sind max. Anlauf-Lastmoment von Drehzahl Null bis Nenndrehzahi der Arbeitsmaschine und Motornenndrehzahl bekannt.

Die erforderliche Anlaufleistung der Kupplung sollte etwa 30% über der errechneten Anlaufleistung aus dem max. Anlauf-Lastmoment liegen, damit eine Reserve für Lastschwankungen vorhanden ist.

C) Motornennleistung, Drehzahl und Arbeitsmaschine sind bekannt.

Motornennleistung und Betriebsfaktor nach einer Tabelle ergibt die Kupplungs-Anlaufleistung.

D) Überprüfung der Kupplungserwärmung bei Antrieben mit größerer Anlaufhäufigkeit und/oder großen zu beschleunigenden Massen.

Nach der Anlaufleistung dimensionierte Kupplungen sind durch eine Wärmeberechnung zu überprüfen, wenn eine größere Anlaufhäufigkeit vorliegt und/oder große Massen beschleunigt werden.

Bitte beachten Sie, dass auch die Instandsetzung/Reparatur sowie die Modernisierung/Retrofit von bestehenden Getrieben zu unserem Leistungsspektrum gehören.